Ostsee verbindet
Bei einer deutsch-polnischen Jugendbegegnung kamen im September mehr als 100 Jugendliche aus Polen und Deutschland in Stralsund zusammen, um die Ostsee als gemeinsamen Kultur- und Lebensraum besser kennenzulernen. Unter dem Motto „Gemeinsam leben an der Ostsee“ trafen sich die Schülerinnen und Schüler aus den Hansestädten Stralsund und Danzig und setzten sich gemeinsam mit der Geschichte, der Kultur und der Natur ihrer gemeinsamen Ostseeregion auseinander.
An zwei Tagen der Jugendbegegnung, am 22. und 23. September 2026, lenkte das EUCC-D Team den Fokus auf die ökologischen Besonderheiten der Ostsee und die sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen. Eine zentrale Frage dabei war, wie die Ostsee und ihre Küstenregion genutzt und gleichzeitig geschützt werden können.
An sechs angeleiteten Stationen, die sie in gemischten deutsch-polnischen Kleingruppen absolvierten, lernten die Jugendlichen verschiedene Perspektiven der einzelnen Nutzungsgruppen der Ostsee kennen und erarbeiteten sich in einem Methodenmix einen umfassenden Überblick über Tourismus, Fischerei, Küstenschutz, Energiegewinnung, Schifffahrt und Naturschutz. Die Schülerinnen und Schüler entdeckten dabei z.B. wie der Salzgehalt der Ostsee die Zusammensetzung von Flora und Fauna beeinflusst, welche Rolle Nährstoffeinträge spielen, wie eng Schifffahrtsstraßen verlaufen oder welche Auswirkungen invasive Arten für den Küstenschutz haben. Ihr neu erworbenes Wissen fassten die Jugendlichen auf eigens kreierten Plakaten zusammen und stellten sich untereinander die Ergebnisse vor.
Dabei wurde deutlich, dass die Herausforderungen der Ostseeregion nicht an nationalen Grenzen Halt machen, sondern nur gemeinsame Strategien und Maßnahmen zukünftig eine nachhaltige Entwicklung der Ostsee zulassen.


Die Veranstaltung wurde vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie mit Mitteln des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern unterstützt.
